Learn2Teach

Publikation
Juli 2014
Kurs
DGBL in HTW-Berlin
Teamgröße
8 (9)
Meine Rolle
Spiele­programmierer
Plattform
PC
Spiel Engine
Unity 4

Das Projekt "Learn 2 Teach" ist an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin entstanden.

Nun hat es doch noch einige Jahre gedauert, um es auf einen Stand zu bringen, dass ich es auf meiner Homepage veröffentlichen werden kann. Während meines Studiums, war ich Teilnehmer in "Digital Game-Based Learning" Kurs und das beinhaltete dieses Projekt. Die Inspiration dazu, kam von "Game Dev Tycoon" und Animationen aus der "Portal" Serie. In "Learn 2 Teach" übernimmt der Spieler die Rolle eines Lehrers und unterrichtend Physik an einer Hochschule für ein ganzes Schuljahr. Ziel ist es das alle Teilnehmer mit möglichst guten Noten abschließen.

  • Logo

Das Spielentwicklung hatte 4 Iterationen, in den sich die Spielmechanik zuteil drastisch änderte:
  1. Diese Version hatte die Möglichkeit die Themen zu planen und zu wiederholen. Der eigentliche Unterricht wurde in einem "Whac-a-mole" Minispiel durchgeführt. Der Spieler klicken auf rote Luftblasen, um die Teilnehmer zu disziplinieren und auf blaue Luftblasen, um Fragen von Schülern zu beantworten. Beantwortete Fragen erhöhen das Verständnis der Teilnehmer und sie bekommen somit Punkte. Schüler hatten eine einfache Form von Persönlichkeiten (mehr oder weniger aktiv). Wenn besondere aktive Teilnehmer nicht unterrichten werden, fingen sie an, den Unterricht zu stören. Dies wurde durch die roten Luftblasen signalisiert. Außerdem wurde auch ihr direktes Umfeld negativ beeinflusst, was wiederum zu weniger Fragen führt.
  2. Wir ersetzten das ganze "Whac-a-mole" System. Es hatte nicht nur unrealistische Darstellung eines Unterrichts, sondern die Spielinteraktion (das Klicken der Luftblasen) für Bestrafung und Bestätigung ist auch identisch. Gerade eine Bestrafung sollte generell ein letztes Mittel sein. Somit verschoben wir den Fokus auf die Vorbereitung und Durchführung verschiedenen Lehrmethoden. Dies führte zu einer extra dafür vorgesehenen Planungsphase und die Limitierung des Unterrichts zu einer bestimmten Anzahl von Zügen, anstatt zu einer limitierten Zeit. Dazu bekamen die Schüler auch verschiedene Persönlichkeiten (aktiv, wissbegierig, ... ). Somit entstand eine Synergie zwischen Persönlichkeit und Methoden.
  3. In dieser Iteration fügten wir Smileys, für den Gemütszustand der Schüler hinzu. Dadurch waren die Persönlichkeiten schneller zu verstehen und auch weniger offensichtlicher als eine Tabelle mit Werten. Wir fügten auch Tests und eine Abschlussklausuren hinzu.
  4. Letzte Iteration während des Kurses. Wir nutzten die Zeit vorwiegend zum Ausbessern, Hinzufügen von weiteren Animationen und zusätzliches Feedback für spezielle Methoden (z.B. "Blitzlicht", "Mindmap").

Prinzipiell ist "Learn 2 Teach" eine interessante Spielidee. Ich bin davon überzeugt, dass damit unterschiedlichen Lernmethoden erlernt werden könnten. Durchaus könnten junge Spieler damit größere Zusammenhänge im Unterricht spielhaft nachvollziehen.

Momentan sind die Schwachstellen des Spiels:
  • Das jedes Unterrichtsthema gleich gewertet wird. In der Realität sind aber bestimmte Methoden einfach nicht auf jedes Thema anwendbar.
  • Momentan kommt der Spaß des Spiels aus den lustigen Animationen und dem Ergebnis am Ende des Spiels. Wir müssten mehr kurzzeitige positive Erfolgserlebnisse in jede Unterrichtsstunde einbauen.
  • Letztendlich wurde die Zielgruppe auch nie genau definiert, z.B. ist es für Kinder oder für angehende Lehrkräfte?
  • Keine Studie wie effektiv Teilnehmer mit dem Spiel lernen.

Auch wenn dieses Projekt auf "Eis" gelegt ist, war es interessant daran zu arbeiten bzw. Erfahrungen damit zu sammeln. Nur bei einem konkreten Anwendungsfall, wäre es sinnvoll, dieses Spiel wiederaufzuleben. Im Prinzip könnte man sagen, dass wir momentan die fünfte Iteration sehen. Um "Learn 2 Teach" auf meiner Webseite zu veröffentlichen, habe ich mit Hilfe von Wanwisa Boonchub, die meisten Methoden ins Englische übersetzt. Außerdem habe ich noch den Guide hinzugefügt, um ein Minimum an Anleitung zu geben.

Mitwirkende
  • 3D-Art: Kay Andre, Tim Priebe
  • 2D-Art: Wendy Lopez
  • Animation: Kay Andre
  • Game Design: Mihail Georgiev, Franziskus Heblich, Hannes Plaumann, Alex Sokolov ,Maxim Suckow
  • Programmierung: Franziskus Heblich
  • Übersetzung: Wanwisa Boonchub, Franziskus Heblich

Deutsche Texte für Methoden von Reich, K. (Hg.): Methodenpool. In: http://methodenpool.uni-koeln.de 


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